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Diesen Blog dokumentiert die Drachenflugaktivitäten auf der Alb


Sa. 05.04.2014 offizielle Saisoneröffnung mit Fest

Veröffentlicht von drachenschlepper auf 5. April 2014, 07:29am

Kategorien: #Seissen

Das Wetter an der offiziellen Saisoneröffnung war weder von starken Böen gepräg noch war der Tag verregnet, der Samstag war "verstaubt".

Der Wetterbericht meldete blauen Himmel, doch wie schon am Vortag bildete sich durch den Saharastaub eine geschlossene Wolkendecke.

 

Datum: Samstag 05.04.2014
  Schlepper: Achim
     
Nr.   Pilot Schlepphöhe in ft.
1. Jogi 1.200 ft
     

 

 

 

Leider demotivierte die schlechte Sicht und die tiefe Basis (400m GND) die anwesend Piloten, obwohl die Start- und Landebedingungen optimal waren. Einzig Jogi von den Erbachern machte seinen Märzschlepp und Heinze drehte mit dem Trike ein paar Platzrunden. Wir nutzten die Zeit um kleinere Arbeiten am Trike zu machen und fachsimpelten über die Fluggeräte und schmiedeten Pläne für die Saison. Dass Erich auch noch in die Luft kommt, haben wir zu zweit das Trike nach Sonderbuch überführt.

 

Hätten wir besser die DCNG - Vorhersagekarte studiert

Achim       

 

Saison14_1.jpg Saison14_2.jpg
  miese Sicht gute Stimmung
  im Sportheim bei Saisoneröffnungsfest

 

 

 

Nach diesen Erfahrungen, müssen wir in unseren Wettercheck auch noch die "Dust Concentration Near Ground" - Vorhersagekarte mit einbeziehen.

 

Saharastaub
Quelle: http://www.wetterochs.de/

Zeitraffer:

http://www.youtube.com/watch?v=WWVuYt0ADHk

...

zurück zu den Fehlprognosen am Freitag und am Samstag. Ich denke nun inzwischen, dass beide vom Saharastaub verursacht wurden. Was war da los? An beiden Tagen lag über Mitteleuropa eine riesige Wolkendecke, die aus mit Eiskristallen überzogenen Staubpartikeln bestand. Nun gehen aber diese Schwebstoffe in die Berechnungen der Wettermodelle nicht ein, so dass diese Wolkendecke zwar in den Eingangsdaten (Beobachtungen) enthalten war, die Modelle aber immer mit deren sofortiger Auflösung rechneten, weil sie ja nicht wussten, dass es sich in Wirklichkeit um Staub handelte. Und so gingen die Wettermodelle stets von einem völlig wolkenlosen Himmel mit einer entsprechend starken Sonneneinstrahlung aus, während bei uns am Boden oft nur ein matter Schein ankam. Aber nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht lagen die Modell daneben, denn die Staubwolke lag wie eine wärmende Decke über uns und dämpfte die Abkühlung.

 

Saharastaub.jpg

Leider nur die Karte vom 07.04.14 am 05.04.14 wäre Süddeutschland wohl auch dunkelbraun eingefärbt gewesen

 

 

Und da gibt es noch einen zweiten Aspekt: Die Wettermodelle rechnen zwar nicht mit der aktuellen Staubbelastung der Luft, ein statistisch ermittelter Staubwert passend zum Ursprung der Luftmasse geht aber schon ein, denn Staub fördert die Wolkenbildung und ganz ignorieren kann man ihn daher nicht. Nun war aber eben am Freitag und Samstag viel mehr Staub vorhanden, als die Wettermodelle annahmen. In der Kombination der beiden Effekte ergaben sich nun zwei Fehlervarianten. Variante 1 trat am Freitag auf: Die Saharawolken waren nicht so dicht (7 h Sonnenschein), die Sonne konnte die Luft auf 23 Grad erwärmen, durch die Wärmezufuhr bildeten sich Quellwolken, die durch den hohen Staubgehalt besonders kräftig ausfielen und sich unerwartet zu Schauern und Gewittern entwickelten. Variante 2 trat am Samstag auf: Die Saharawolken waren dicht (0 h Sonnenschein), maximal wurden nur 18 Grad erreicht, wodurch es gar nicht erst zur Bildung von Quellwolken kam und wo sich gar keine Quellwolken bilden, da bewirkt auch der Staub nichts, es kam zum totalen Flop.

Im Endergebnis war also jedesmal der Saharastaub der Übeltäter, einmal weil er die Schauerbildung förderte und einmal, weil er durch die Abschattung die Schauerbildung unterband. Hinterher ist man natürlich immer schlauer, bei einer solchen Lage kann man den Ergebnissen der Wettermodelle einfach nicht trauen. Nun war das für mich aber alles Neuland, denn dies war das erste Ereignis dieser Art seit mindestens zwanzig Jahren.

Die Quelle für die Prognose der Saharastaubwolken schlechthin ist die Universität Athen, deren Vorhersagen sich in den letzten Tagen ausgezeichnet mit den Satellitenbildern deckten:

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