Da die Motivation heute sehr groß war sind wir nach Erbach gefahren. Bereits auf der Hinfahrt hatten wir Acht Achtel Bewölkung und Tränensäcke am Schwäbischen Himmel. Alle waren schon unterwegs und es gab anscheinend nichtgs wichtigeres zu tun. In Erbach angekommen, haben wir erstmal gemütlich miteinander Kaffee getrunken. Andi kam zuletzt, war aber als erster mit dem Aufbauen fertig. Nach einem genauen Wetterstudium mit Wolfgangs Smartphon, haben wir doch große Augen gemacht. Genau über uns war eine rießige Abschirmung von ca. 20 Km Radius, ansonsten war ganz BaWü wolkenlos. Der Wetterbericht war also doch nicht falsch, anscheinend gelten in Erbach heute andere Gesetze. Auch die Segelflieger (Kassera) standen in den Startlöchern und wollten auf Strecke gehen. Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt und wir hatten dann doch noch einen schönen Abgleiter. Beim Feierabendbier auf der Terasse sah dann wieder alles super aus. Blauer Himmel und schöne Cumulis!
Hier die Mail (Kommentar) von Wolfgang
Hallo Babs,
der Himmel war grau in grau und alle waren etwas frustriert. Ein Testflug zur Thermiksuche mit Achim in der C42-C, als Copilot, gab auch wenig her.
Aber dann kam Andy und baute gleich seinen Drachen auf was alle anderen auch aktiv werden ließ.
Letztendlich hatten alle Piloten nach einem ruhigen Schlepp doch noch verlängerte Flüge. Achim musste außen landen und danach vor einer Herde Rindern flüchten. Querfeldein zu Fuß war aber dann Achim zum Landebier auch da. Alles gut, alle zufrieden.
Schöne Grüße
Wolfgang
Anmerkung von Achim:
Nach 600m abgleiten ohne einen Variopiepser hab ich alles auf eine Karte gesetzt und bin (obwohl alle anderen das Güllebärtchen schon verlassen haben) im wenigen Sinken, eine Landewiese im Blick, in der Hoffnung auf ein paar Variotöne, noch kurz geblieben.
Gleich nach der Landung hab ich gesehen, dass sich in der mit einem Elektrozaun gesicherten Wiese, hinter einem Schuppen Schottische Hochlandrinder (mit Kälbern) verstecken. Erst sind sie ruhig geblieben (waren wahrscheinlich genauso überrascht wie ich) sind dann aber in der Gruppen losgaloppiert. Als ein Spaziergänger noch gerufen hat "raus hier" hatte ich zum ersten Mal beim fliegen richtig Panik (zwei Tage zuvor war in der Schweiz eine Frau von Kühen mit Kälbern zu Tode getrampelt worden).
Schnell den obersten Elektrodraht ausgehängt und die Weide verlassend, hatte ich noch Glück, dass der Zaun stromlos war. Der Bauer meinte später einen Stromschlag spürt man drei Tage lang.
Interessant ist, dass die Rinder nicht in meine Richtung gelaufen sind, sondern exakt zu der Stelle an der ich gelandet bin. Die Rinder haben dann nur doof geguckt aber die doofen sind ja die gefährlichen und unberechenbaren.
Beim Fußmarsch querfeldein mit GPS-Unterstützen (2,5 km Luftlinie) hab ich mir im unwegsamen Gelände noch eine Blase gelaufen, war aber rechtzeitig zum Landebier wieder am Platz. Danke Wolfgang dass du uns öfters auch schöne Flüge bescherst. ;-)
Hier die Schlepphöhen:
Uli M. d'schwoba 600 m
Andy 2400 f.
Erich 2100 f.
Achim 2000 f. (-1300, Ölbonus)
Tschelzi 2100 f.
